Ammoniumentfernung / Teilstrombehandlung
Kommunale Abwasserbehandlungsanlagen werden durch Filtrat - bzw. Dekantatwasser aus der Schlammkonditionierung meist in erheblichem Maße mit Ammonium (NH4-N) bzw. Ammoniak belastet, das vor der biologischen Aufbereitung des Wassers entfernt werden muss. Bei der Teilstrombehandlung wird der belastete Teilstrom aus der Schlammkonditionierung gereinigt und anschließend in die Kläranlage geleitet. Dadurch wird die Stickstofffracht in der Gesamtanlage erheblich reduziert und durch ständig steigende Stickstoffbelastungen notwendige kosten- und ressourcenintesive Erweiterungen von Kläranlagen oftmals vermieden.
Auch viele der Industrieabwässer sind neben anderen Komponenten mit Ammonium belastet.
Das Strippen mit Luft oder Dampf und die Rektifikation sind zur Entfernung von Ammonium bzw. Ammoniak aus Abwässern gut geeignet, da das Produkt bzw. der Wertstoff in die Produktion zurückgeführt oder als wertvolles und marktfähiges Produkt in der Landwirtschaft oder Industrie wieder eingesetzt werden kann. Mit unseren innovativen Verfahren ist Strippen fast ohne Chemikalienzusatz möglich.
Wir bieten hierzu mehrere eigens entwickelte und in zahlreichen Referenzanlagen bewährte Verfahren an:
- Strippung mit Luft oder Strippung mit Heizdampf mit anschließender Absorption oder Rektifikation unter Normaldruck oder Vakuum.
- Das rechtlich geschützte Decastripp-Verfahren zur Entfernung von Ammonium bei Anwesenheit von Karbonaten aus Zentrat- und Filtratwässern und Gewinnung von Starkwasser oder Ammoniumsulfat. Das Verfahren zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass bei der Ammoniumrückgewinnung im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren sehr geringe Mengen an Chemikalien benötigt werden. Dies stellt einen wesentlichen ökonomischen sowie ökologischen Fortschritt dar.
- Kombinierte Verfahren wie Ammoniumentfernung mit Dampf und anschließender Wertstoffgewinnung in Form von Ammoniumsulfat oder -phosphat.
Die Wahl der individuell zweckmäßigen Methode orientiert sich an den verfügbaren Energiequellen und an der Verwendungsmöglichkeit für das gewonnene Produkt.


